Cigarren Mischung
Die Zigarre gehört zu den ältesten, bekannten Genussmitteln, die auf Tabak basieren. Sie besteht aus einer Tabakmischung, die in ein sogenanntes Umblatt gefüllt wird. Das Umblatt sorgt dafür, dass die Runde, gleichmäßige Form entsteht und erhalten bleibt. Das Grundgerüst aus Tabakmischung und Umblatt wird Wickel genannt. Damit die Zigarren optisch ansprechend aussehen, wird um den Wickel noch ein perfekt zugeschnittenes Tabakblatt gewickelt. Dies dient nur der Optik, denn für den Geschmack ist einzig und allein die Tabakmischung verantwortlich. Einige Sorten sind zudem noch mit einer Banderole versehen, die aus bedrucktem Papier besteht. Meist ist die Banderole mit der Marke der jeweiligen Zigarre beschriftet. Das Endstück, an dem die Zigarre angezündet wird, nennt man Zigarrenfuß, das andere Ende, an dem der Rauch eingesogen wird, nennt man Zigarrenkopf.
Die großen Unterschiede bei Cigarren
Der Begriff Zigarre stammt von dem spanischen Wort Cigarra ab und wird manchmal auch Cigarre genannt. Es gibt viele unterschiedliche Arten von Zigarren, aber im Wesentlichen unterscheidet man zuerst einmal zwischen industriellen und handgefertigten Zigarren. Die industriell gefertigten Zigarren sind bei vielen Zigarrenrauchern verpönt und werden daher abwertend als Stumpen bezeichnet. Im Gegensatz zu handgerollten Zigarren sind die maschinell gefertigten meist kürzer und dicker. Mittlerweile gibt es jedoch kaum noch Hersteller, die ihre Zigarren nicht mit Maschinen herstellen. Zu den wenigen Sorten, die noch von Hand gefertigt werden, gehören die Cigarren aus Kuba. Sie gehören zu den weltweit besten Cigarrensorten und sind unter dem Namen Hanvanna oder Habanos bekannt.
Des Weiteren unterscheidet man zwischen Shortfiller und Longfiller Zigarren. Die Cigarren Mischung der Shortfiller besteht aus Tabakblättern, die gerissen oder geschnitten sind. Sie werden meist maschinell hergestellt und sind oftmals von schlechterer Qualität. Die Cigarren Mischung der Longfiller besteht aus ganzen Tabakblättern, die zusammengelegt und dann in das Umblatt eingerollt werden. Anschließend wird die Zigarre in einer speziellen Apparatur gepresst, um die gewünschte Form zu erhalten. Zum Schluss wird dann noch ein dekoratives Tabakblatt darum gerollt. Longfiller Zigarren sind qualitativ sehr hochwertig und werden meist nur von Hand gefertigt. Neben den Herstellungsarten gibt es noch verschiedene Bezeichnungen, wie Parejo, Corona oder Panatela, für die Form und Größe einer Cigarre.
Der geschichtliche Hintergrund der Cigarre
Wo die Zigarre ihren genauen Ursprung hat, ist leider nicht bekannt. Man vermutet jedoch, dass diese Art von Genussmittel aus Südamerika stammt. Dort wurde schon vor vielen Jahrtausenden Tabak geraucht, oftmals mit einer Pfeife. Der Konsum von Tabak hatte für die südamerikanischen Stämme eine besondere Bedeutung. Daher wurde Tabak bei bestimmten Ereignissen und Ritualen geraucht. Der erste Europäer, der in den Genuss einer Zigarre kam, war vermutlich Christoph Columbus, als er Amerika entdeckte. Nach Europa kam die Zigarre erst Anfang des 19. Jahrhunderts und galt damals als Statussymbol. Bis zum 20. Jahrhundert war das Rauchen von Cigarren weit verbreitet, wurde aber dann durch das Rauchen von Zigaretten immer mehr verdrängt.